Meine Ideen für unser Gerresheim -
Sozial.Gesund.Lokal

Oberstes Ziel einer jeden Politik muss die Lebensqualität der Menschen sein!

Aus meiner Arbeit als Physiotherapeut, der Forschung am Institut für Sozialmedizin und vielen Gesprächen vor Ort, habe ich die Schlüsselaspekte Sozial.Gesund.Lokal identifiziert, um dieses Ziel zu erreichen.
Es gibt sicherlich noch andere wichtige Aspekte, aber auf Basis meiner Erfahrung und Kompetenz fokussiere ich mich ganz bewusst auf diese drei Faktoren.

Der Bereich Gesundheit ist für die Zielerreichung ein zentrales Querschnittsthema in der Kommune. Es ist mit vielen anderen Bereichen direkt verbunden.
Denn wenn wir Stadtentwicklung aus der Gesundheitsperspektive denken, leiten sich daraus positive Reize für die Bereiche Wohnen und Wohnumfeld, Verkehr, Bildung, Sport, Kultur, Wirtschafts- und Stadtteilförderung, Umwelt und weitere ab.

Darum konzentriere ich meine bisherige und zukünftige politische Arbeit auf die Themen Public Health, öffentliche Gesundheit und urbane Gesundheitsförderung.
Die Bedeutung sozialer Faktoren für Gesundheit werden in der kommunalen Politik und Stadtentwicklung leider noch immer vernachlässigt und die Verantwortung für Gesundheit liegt vorrangig beim Individuum.

Ich will unsere Veedel konsequent gesundheitsfördernd denken, planen und gestalten. Ob öffentlicher Raum, Schule, Wohnungsbau, Verkehrsbereich, Kultur, Sport oder Einzelhandel – Ich kämpfe dafür, gesundheitsfördernde Verhältnisse zu schaffen und die brachliegenden Potentiale zu heben! 
Für mehr Lebensqualität in Gerresheim! 


Und es gibt noch so viel mehr zu tun.

Lot Jon!

Jan Romich vor Einzelhandel auf der Benderstraße in Düsseldorf Gerresheim

Die Kernthemen, für die ich mich besonders einsetzen werde, um unser Gerresheim zu verbessern:

Jan Romich bei der Arbeit als Physiotherapeut

Gesundes Viertel

Gesunde Verhältnisse und gesunde Verhaltensweisen beginnen in der Regel im Kleinen. In der Familie, in der Nachbarschaft, in den Quartieren, den Sozialräumen und der Gesellschaft liegen viele der fundamentalen Ursachen, die uns gesund halten oder krank werden lassen. Diese Ursachen werden auch Soziale Determinanten von Gesundheit genannt.
Daher müssen wir uns diese Ursachen auch auf diesen Ebenen anschauen und kommunalpolitisch angehen, anstatt sie mit der Gießkanne zu bekämpfen
.
Die Bedeutung sozialer Faktoren für Gesundheit werden in  Kommunal-politik und Stadtentwicklung noch immer vernachlässigt. Trotz guter Arbeit in den letzten Jahren, besteht in Düsseldorf noch stets Verbesserungsbedarf.
Die Menschen in Düsseldorf und Gerresheim haben es verdient, dass Stadtentwicklung konsequent gesundheitsfördernd gedacht, geplant und umgesetzt wird.

Darum setze ich mich dafür ein:

  • Kommunale Gesundheitsvorsorge aufbauen - Rekommunalisieren statt weiter privatisieren.
  • Kommunale Prävention fördern, damit wir länger gesund leben 
  • Quartiersmanagement ausbauen und um das Kernthema Gesundheit ergänzen 
  • Gesunde und barrierefreie Quartiere für Alle - Vom Kinderwagen bis zum Rollator ohne Hindernisse durchs Quartier
  • Gerechte und lebenslange Gesundheitsförderung für alle Altersgruppen mit Schwerpunkt auf Risikogruppen
  • Von Apotheke bis Zentrum für Stadtteilgesundheit:
    Bedarfsspezifische Gesundheitseinrichtungen planen - jeder Stadtteil weist seine eigenen Probleme auf, die zielgerichtet bekämpft werden müssen.
  • Gesundheitskiosk in den Zentren plus: Die bereits etablierten Zentren nutzen um engmaschige gesundheitsbezogene Beratung anbieten zu können.
  • Alle Formen der Pflege stärken:
    Unterstützung für pflegende Familienangehörige, Auszubildende in Pflegeberufen und professionelle Pflegekräfte - Ihr verdient mehr Rückendeckung!
  • Quartiersbezogene Planung von Pflegeeinrichtungen



Soziales

Städte sind seit jeher Orte der Konzentration von Menschen und Strukturen sowie des intensiven sozialen Austausches und Triebfeder des sozialen Wandels. Die Vielfalt der Stadtbevölkerung und ihre hohe räumliche Mobilität führen zu ständig neuen Aushandlungen über die Nutzung und Bedeutung von Orten und Räumen. Insbesondere unter dem Aspekt der Förderung von Gesundheit und gesundheitsrelevantem Verhalten müssen diese grundlegenden Prozesse stärker in den Blick der Stadtgesellschaft, -verwaltung und -planung gerückt werden

So zeigen Zahlen zum Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule deutlich, dass die Bildungschancen für Kinder mit Abnahme des Einkommens sowie höherer sozialer Belastung sinken. So schaffen in den Sozialräumen mit vielen Bedarfsgemeinschaften deutlich weniger Schüler*innen den Sprung aufs Gymnasium.

Das gleiche Bild zeigt sich bei der Verteilung von Gesundheitschancen.

Darum setze ich mich dafür ein:

  • Quartiere generationen-gerecht planen und entwickeln
  • Quartiersnahe Versorgung durch innovative Betreuungsmodelle im ambulanten und stationären Bereich
  • Zentren plus als Anker für soziale Teilhabe und Einbindung in ihrer Funktion stärken und ausbauen
  • Schulsozialarbeit zur echten Arbeit befähigen - weniger Papierkram und mehr Zeit für die Kinder und Jugendlichen
  • Gefährdungen im Bildungsprozess vermeiden durch Erweiterung des Angebots präventiver Förderung
  • Kapazität und Angebot der Ganztagsbetreuung ausbauen.
  • Vernetzung und Kooperation von Vereinen und Schulen erleichtern.
  • Junge Familien mit zielgerichteten Angeboten unterstützen, sichere und planbare Betreuung und kurze Wege zu diesen  schaffen
  • Das Haus für Kinder, Jugendliche und Familie an der Hallesche Straße zeitnah umgesetzen
  • Besondere Förderung für Kinder aus sozial benachteiligten Familien 
Jan Romich macht Yoga Zuhause

Sport, Kultur und Ehrenamt

Einen ganz zentralen Aspekt in der Förderung von physischen, mentalen und sozialen Fähigkeiten bilden Aktivität und Bewegung. Ob im Verein, im Freundeskreis oder für sich allein, Bewegung tut uns gut, hält uns fit und ist gut für die Gesundheit. Darum ist die Förderung der Sport- und Bewegungsmöglichkeiten ein zentraler Punkt in meiner Zukunftsversion von Gerresheim.
In dieser spielen auch das Kulturangebot sowie die Unterstützung von Künstler*innen, Vereinen und des Ehrenamts eine wichtige Rolle. 

Darum setze ich mich dafür ein:

  • Zustand von Spiel- und Sportanlagen konsequent beobachten und in engem Austausch mit den Beteiligten verbessern
  • Ausbau und Entwicklung moderner Sport- und Spielflächen sowie nutzbarer Grünflächen für die Freizeitaktivität vorantreiben.
  • Förderung der Sportvereine ausweiten, gezielte und bedarfsorientierte Hilfe bieten sowie Kooperationen im Stadtteil unterstützen
  • Angebote zur Freizeitgestaltung (wie Sport im Park oder das Traumkino) für alle zugänglich machen und zielgruppenspezifische Angebote etablieren
  • Flexiblere Lösungen zur Nutzung des öffentlichen Raums durch lokale/n Gastronomie und Handel
  • Flexible und individuelle Konzepte für Kunst im Viertel entwickeln.
  • Leerstände vermeiden durch  Zwischennutzungsmodelle auf Stadtbezirksebene
  • Ohne Künstler*innen keine Kunst: Einrichtung von AteliersAtelierwohnungen oder eines Atelierhauses prüfen um Fläche für die Kunstschaffenden zu schaffen.
  • Ehrenamt braucht Raum! Erstellung einer quartiers-bezogenen Übersicht verfügbarer Räume, Ausbau des Angebots sowie Vereinfachung der Raumsuche und -buchung.
  • Ein Stadtteilzentrum für Gerresheim:
    Eine Anlaufstelle und Veranstaltungsort, Raum für Zusammenkunft und Austausch und vieles mehr...

Wohnen

Als zentraler Bezugspunkt unseres Alltags, ist unsere Wohnsituation und das Wohnumfeld mit die größten Faktoren für Lebensqualität.
Ebenfalls beeinflussen diese, ob wir gesund bleiben oder krank werden sowie unser Gesundheitsverhalten.
Die jeweiligen positiven Faktoren müssen wir stärken!
Ansätze wie "Wohnen bleiben im Viertel", die Milieuschutzsatzung, Stärkung der städtischen Wohnungsbaugenossenschaft und Konzepte für junges Wohnen sind wichtige Puzzleteile, um Wohnen in Düsseldorf langfristig bezahlbar zu gestalten

Darum setze ich mich dafür ein:

  • Gesunden Wohnraum bezahlbar zu errichten
  • Das Aufgabenprofil der städtischen Wohnungsgesellschaft SWD ausbauen!
  • Sozial- und generationengerechten Wohnungsbau fördern
  • Junges Wohnen wie Azubi- oder Studi-Wohnen auf den Weg bringen
  •  Spezifische Bauvorhaben  und -projekte wie "Wohnen mit Kindern" oder Demenz-WGs
  • Spezifische Wohnumgebungen gesundheitsfördernd gestalten
  • Bestehende Milieuschutzsatzungen ausweiten
  • Weitere Stärkung der städtischen und gemeinnützigen Wohnungs- baugenossenschaften
  • Laufende und zukünftige Bauvorhaben auf Gesundheitsaspekte prüfen
  • Erschließung/Bebauung von Glashüttengelände und bergischer Kaserne beschleunigen.
Jan Romich an der Haltestelle Gerresheim Rathaus der U 73

Mobilität

Straßenverkehr stellt sowohl Gefahren als auch Chancen für unsere Lebensqualität und Gesundheit dar.
Die Belastungen die durch den Verkehr entstehen (Unfälle, Luftqualität, Lärm) müssen soweit möglich eingedämmt und die Chancen (Bewegung, Zugang zu gesundheitsrelevanten Einrichtungen) gefördert werden.

Darum setze ich mich dafür ein:

  • Takt und Linien von Bus & Bahn ausbauen, besonders zur Rush-Hour
  • Optimierung der Verkehrsführung insbes. bergische Landstraße und Morper- Ecke Heyestraße
  • Park&Ride-Flächen planen, um den Pendelverkehr zu reduzieren
  • Der S-Bahnhof muss endlich aufgewertet und barrierefrei werden!
  • Zentrale Punkte im Bezirk durch Stadtteilbusse verbinden 
  • Die gesunde Option zur einfachsten Option machen Sichere Fortbewegung zu Fuß & Rad. Die Einrichtung von Shared Spaces sind zu prüfen
Jan Romich an der Haltestelle Gerresheim Rathaus der U 73

Bildung

Bildung ist der Schlüssel:
Unterschiede in den Bildungschancen und daraus resultierende Bildungs-ungerechtigkeit sind besonders bedeutend für die Lebens-perspektiven der Menschen.
Hier existieren auch innerhalb Düsseldorf mitunter große Unterschiede zwischen den Vierteln. Hier gilt es den Fokus auch auf die Stadtteile zu richten, die nicht in der Innenstadt liegen! 

Der unter Schwarz-Gelb entstandene Investitionsstau im Bildungsbereich wurde in den letzten Jahren erfolgreich reduziert. Aber es ist noch ein langer Weg, Versäumtes aufzuholen

Darum setze ich mich dafür ein: 

  • Die Kapazität der Schulen bedarfsorientiert steigern - Erweiterung des Marie-Curie-Gymnasiums, Die 
  • Einrichtung weiterer Schulen prüfen um die bestehenden Gymnasien zu ergänzen
  • Den Zustand der Schulgebäude und -infrastruktur sowie der Spielplätze und Sportanlagen erheben und verbessern
  • Betreuungsquote im U3-Bereich weiter steigern und Familien mit niedrigem und mittleren Einkommen bei den Gebühren entlasen
  • Ausbau der KiTa und Kindergartenplätze sowie der Ganztagsbetreuung voranbringen 
  • Die flächendeckende Digitalisierung der Schulen vorantreiben - jedes Kind muss ein eigenes Endgerät erhalten können
  • Ein Kinderparlament etablieren, in Anlehnung an das Quartiersparlament 



Bürgerbeteiligung steigern

Unsere Kommunen und Quartiere sind lokale Keimzellen der Demokratie.
Bereits heute existieren große und kleine Beteiligungsprojekte mit teils beeindruckenden Ergebnissen. Dennoch sind politische Beteiligung und Teilhabe noch immer keine Alltagskultur. 
Dies möchte ich mit Ihnen gemeinsam ändern.

Darum setze ich mich dafür ein:

  • Offene QuartiersParlamente zu etablieren, um die Bürger und Bürgerinnen stärker in die Prozesse und Entscheidungen vor Ort einzubinden
  • Möglichkeit zur Einrichtung eines Kinderparlaments prüfen
  • Öffentliche Diskussion und Beteiligung in Gerresheim auf den Weg bringen. Zum Beispiel zum Thema Stadtteilzentrum für Gerresheim
  • Maximale Transparenz der politischen Entscheidungen und Prozesse an denen ich beteiligt bin
  • Aktive Einbringung der Menschen in Düsseldorf unterstützen z.Bsp durch den "Barrieremelder" 

Barrierefreiheit Jetzt!

Die Teilhabe am Leben im Stadtbezirk darf nicht an der Bordsteinkante, am defekten Aufzug, der zu kurzen Ampelphase oder den Stufen zur Straßenbahn enden.
Aber Barrierefreiheit ist mehr als nur die Entfernung von Hindernissen auf dem Weg von A nach B, sondern muss auf den gesamten öffentlichen und sozialen Raum sowie alle Sinne angewendet werden.

Barrierefreiheit ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die gleichberechtigte Teilhabe. Etwa 13% der Bevölkerung, also jeden achten Menschen in Deutschland betrifft dies. (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2013).
Für weitere 30%-40% der Bevölkerung ist Barrierefreiheit notwendig - für alle anderen Menschen zumindest komfortabel. Barrierefreiheit kommt nicht ausschließlich Menschen mit Behinderung zugute.

Lebensbereiche müssen daher

in der allgemein üblichen Weise und ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sein.


Darum setze ich mich dafür ein:

  • Barrieren und Hindernisse systematisch erfassen und abbauen
  • einen stadtweiten „Barriere-Melder“ etablieren, der allen Menschen in Düsseldorf zugänglich ist 
  • Einen verbindlichen Aktions- und Investitionsplan „Barrierefreiheit“
  • Einrichtung von „Ruhezonen“, mit Sitzgelegenheiten für jeden Bedarf

Allgemeines zu Gesundheit...

Neoliberale Entwicklungen haben dafür gesorgt, dass gesund sein allein in der Verantwortung des Individuums liegt, dass Gesundheit zu einer Ware, dass öffentliche Daseinsvorsorge privatisiert und dass Gesundheitseinrichtungen zu Unternehmen wurden, alles zum Wohl der Ökonomisierung und der Wertschöpfung.


Ich finde, wir sollten uns darüber Gedanken machen, ob wir unsere Gesundheit so einem System anvertrauen wollen oder Gesundheit 

  • ein unverhandelbarer Wert ist, anstatt in barer Münze aufgewogen zu werden
  • gemeinwohlorientiert gedacht werden soll, anstatt zur Gewinn- und Wohlstandsmaximierung für Einzelne
  • rekommunalisiert statt weiter privatisiert werden muss
  • wieder auf Qualität statt Effizienz und Fallpauschalen ausgerichtet gehört
  • durch Förderung und Prävention erhalten statt durch Überdiagnostik, Übertherapie und Übermedikation kostspielig wiederhergestellt wird

Und was sind Ihre Ideen für unser Gerresheim?

Sie kennen nun meine Ideen. Was aber treibt Sie an, was stört Sie, wo kann ich Ihnen helfen?